Schlechte Stimmung in Unternehmen belastet Dax

Die verhaltene Entwicklung an den Überseebörsen und die Stimmungseintrübung in deutschen Unternehmen haben den Dax ausgebremst. Am Nachmittag verlor der deutsche Leitindex 0,94 Prozent auf 10 522,81 Punkte. Für den MDax der mittelgroßen deutschen Unternehmen ging es um 0,87 Prozent auf 21 465,88 Zähler bergab und der Technologiewerte-Index TecDax verlor 0,92 Prozent auf 1714,69 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 sank um 0,73 Prozent auf 2986,58 Punkte. Die Stimmung in den deutschen Unternehmen hat sich im August überraschend und deutlich eingetrübt, wie der vom Münchner Ifo-Institut ermittelte Geschäftsklima-Index zeigte. Nach Einschätzung der Direktbank Ing-Diba hat das britische Referendum für einen EU-Austritt mit Verzögerung nun doch auf die Unternehmensstimmung durchgeschlagen. Nun warten die Anleger weiter auf die Reden von US-Notenbankchefin Janet Yellen und anderen Notenbankern beim internationalen Treffen in Jackson Hole. Kursbewegende Unternehmensnachrichten gab es in den Nebenwerte-Indizes. Im SDax der geringer kapitalisierten Unternehmen eroberten die Aktien von GfK mit plus 5,27 Prozent den Spitzenplatz. Der «Wirtschaftswoche» zufolge prüft der Mehrheitseigner verschiedene Varianten für die Zukunft des Marktforschungsunternehmens wie eine Fusion oder den Verkauf von Anteilen an einen Wettbewerber. Dagegen büßten die Aktien von Wacker Neuson 3,07 Prozent ein. Der Baumaschinenhersteller beendet seine strategische Kooperation mit dem US-Rivalen Caterpillar bei Minibaggern. Bei Biotech-Papieren drückten laut Händlern Nachrichten aus den USA auf die Stimmung, die Sorgen um eine Deckelung von Medikamentenpreisen schürten. Der US-Pharmakonzern Mylan beugt sich dem politischen Druck im amerikanischen Wahlkampf und macht seine Allergiespritze Epipen günstiger. Qiagen-Aktien büßten am TecDax-Ende 3,12 Prozent ein. Dahinter verloren die Papiere von Morphosys und Evotec 2,48 beziehungsweise 1,84 Prozent. Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von minus 0,23 Prozent am Vortag auf minus 0,22 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,02 Prozent auf 144,25 Punkte. Der Bund-Future verlor 0,24 Prozent auf 167,17 Zähler. Der Euro stieg auf 1,1292 US-Dollar. Am Mittwoch hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs auf 1,1268 (Dienstag: 1,1339) Dollar festgesetzt; der Dollar kostete damit 0,8875 (0,8819) Euro.
Read The Rest at : STERN

Top News